La Maison

KATASI. Das ist mein zweiter Vorname — der Name der Mutter meines Vaters. Eine Art, etwas Intimes in jedes Stück zu tragen.

Von Seiten meiner Mutter, von Seiten meines Vaters — beide Großmütter nähten. Etwas von ihren Händen muss geblieben sein.

Von klein auf wusste ich, dass ich eine eigene Marke gründen wollte. Dieser Traum führte mich zur Modeschule in Lausanne, drei Jahre damit, die Grundlagen des Handwerks zu lernen. Aber die eigentliche Schule war die Mode selbst.

Ich hatte nicht die Mittel, mich an einer renommierten Schule in Paris, London oder Mailand einzuschreiben. Also wählte ich einen anderen Weg: das Modeln. Nicht als Selbstzweck, sondern als Ausbildung. Durch jede Kollektion, die ich trug, jedes Atelier, das ich besuchte, jede Begegnung mit Designern, künstlerischen Leitern und Handwerkern — lernte ich. Ich beobachtete. Ich verstand, wie ein Stück auf einem Körper lebt, warum der richtige Fall alles verändert, was einen edlen Stoff von einem gewöhnlichen unterscheidet.

China, die Schweiz, Italien. Covid hielt mich hier fest — und es ist in diesem Land, wo ich noch heute arbeite, dass KATASI Form annahm. Ich habe Italien gewählt, weil Italien sich mir aufgedrängt hat: ihr Können in der Kleidung, den Schuhen und Accessoires ist unübertroffen. Hier zu sein, hier zu arbeiten, hier fertigen zu lassen — es ist eine der besten Chancen, die ich je hätte haben können.

KATASI hat keine Zielgruppe. Diese Stücke sind für alle — vorausgesetzt, man teilt dieselbe Vision. Die Vision, ein Kleidungsstück lange zu behalten. Sehr lange. Ich möchte, dass ein KATASI-Stück in zehn, zwanzig, fünfzig Jahren aus einem Schrank kommt und noch denselben Eindruck macht wie am ersten Tag.

„Keine Saisonkleidung. Kleidung fürs Leben."